Gemeinschaft leben im Pfarrverband St. Andrä | Karlau | St. Lukas
  • Geschichte

  • Die heutige Pfarrkirche Graz – St. Andrä wurde Anfang des 1 7. Jahrhunderts von den Dominikanern nach Plänen von A. Carlone als ihre neue Kirche gebaut. Die Einweihung fand am 29. Juli 1635 statt. Tm Erscheinungsbild einer spätgotischen, dreischiffigen Staffelhallenkirche sollte sie möglichst deutlich an die Stadtpfarrkirche in der Herrengasse erinnern. Es hat jedoch über ein Jahrhundert gedauert, bis die Kirche mit allen Altären in einem eindeutigen Barockstil auch entsprechend ausgestattet war. Im Jahre 1838 wurde der Hochaltar an seinen heutigen Platz rückversetzt und erhielt um 1882 die neobarocke Marmormensa mit Tabernakelaufbau.

    Wozu neue Kunst in der alten Pfarrkirche?

    Neue Kunstwerke fordern zum Nachdenken heraus, sie sind Anstoß und neue Bezugspunkte in einem alten, architektonisch starken Sakralraum. Neue Kunst öffnet ungewohnte Perspektiven und stellt auch den alten Bestand in ein neues Licht.

    Neue Kunst in einer alten Kirche ist während und oft auch trotz einer bestimmten Gewöhnungsphase mit Sicherheit auch ein ästhetischer Störfall. Die Lebendigkeit des Glaubens von Einzelpersonen und einer ganzen Gemeinde wird angefragt. Wer lebt, setzt sich Neuem und Ungewohntem aus. Diese Offenheit ist nicht immer leicht zu leben, bringt jedoch einen hohen Ertrag an Menschlichkeit und geistiger Reife. Durch den Modellfall Kunst lässt sich Offenheit füreinander erlernen.

    Ich danke allen, die sich auf das Abenteuer dieses Weges einer tatsächlichen Begegnung mit zeitgenössischer Kunst eingelassen haben. Ich bin dankbar für den Mut und die Geduld vieler Menschen in der Pfarrgemeinde von St. Andrä. Kunst öffnet Türen. Und die Türen von St. Andrä sollen auch in Zukunft ganz bewusst offen stehen.

    Pfarrer Hermann Glettler