• Kirche meets Bühne

    Judas

    Lot Vekemans

    In Kooperation mit der Katholischen Kirche Steiermark, der Evangelischen Kirche Steiermark und dem Schauspielhaus Graz

    08.Juni, 19.30 Uhr, Kirche St. Andrä

    Kerstockgasse 9, 8020 Graz

    Regie: Markus Kubesch
    Bühne und Kostüme: Vibeke Andersen
    Dramaturgie: Elisabeth Geyer

    In der Rolle des Judas: Fredrik Jan Hofmann

    Foto (c) Lupi Spuma

    Nach der Vorstellung gibt es die Möglichkeit, sich mit der Autorin
    sowie dem Schauspieler auszutauschen!
    Spende beim Eintritt gilt als Kollekte für die Pfarre!

    Zum Stück

    Die Entstehung einer Religion gleicht einer Revolution: eine Massenbewegung, die aus einer konkreten historischen Situation heraus den Zustand der Welt zum Besseren verändern will. Und einer, der wissen muss, wie das alles ganz am Anfang des Christentums war, ist Judas. Die flämische Autorin Lot Vekemans bietet in ihrem Monolog der Ikone des Verrats ein Plenum und macht einen dramaturgisch wichtigen Nebencharakter zum Hauptdarsteller. Fast zwei Jahrtausende nach seiner Tat präsentiert sich Judas als Theaterfigur, lässt uns teilhaben an den Geschehnissen. Der Text ist Augenzeugenbericht, Verteidigungsrede, Image- Kampagne und Eingeständnis von demjenigen, der „schwärzer wurde als schwarz“, weil alle anderen die Schuld am Tod des Messias auf ihn abladen konnten, unter dem Motto: „Ich wasche meine Hände in Unschuld.“ Judas erzählt die Geschichte aus seiner Sicht. Er spricht über seine Wut, seine Enttäuschung und seine Sehnsüchte, ohne die Verantwortung für sein Handeln zu leugnen. Ist es der Versuch eines Schuldbekenntnisses oder eher einer Rechtfertigung? War er ein Werkzeug oder ein Opfer des Schicksals? Was waren die Gründe, die hinter seinem Tun standen? Wie wäre die einfluss- und folgenreichste Geschichte des christlichen Abendlandes weitergegangen, wenn er Jesus nicht verraten hätte? Inzwischen ist das Christentum die größte weltumspannende Religion, 32% der Weltbevölkerung und mehr als 6 Millionen Österreicher*innen sind christlich getauft. Die imposanten Kirchengebäude, die unsere Städte und Gemeinden architektonisch mitprägen, sind sichtbares Zeugnis der geistlichen Kraft und des Selbstbewusstseins dieser Religion, die in ihrer langen Geschichte auch dunkle Kapitel hat, die zum aufgeklärten Christentum gehören. Und so verdankt sich diese Inszenierung auch dem Interesse zahlreicher Kirchenverantwortlicher an einer ungewöhnlichen Form der Auseinandersetzung: „Judas“ wird ausschließlich in Kirchen gezeigt, die mit ihrer speziellen Atmosphäre und Geschichte zu wichtigen Mitspielern in dieser Inszenierung werden.

    Mehr Information: schauspielhaus-graz.com

     

     


     

    DGSlogo_katholischekirchesteiermark(1)

    KirchenKulturGraz_Logo

    Evangelische_Kirche_Logo_Steiermark_weiss